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Ju-Jutsu

beim TSV 1880 Schwandorf e.V.

Was ist Ju-Jutsu

Definition Ju-Jutsu:

Ju-Jutsu ist moderne Selbstverteidigung (SV) und Zweikampfsport, der in sich Elemente unterschiedlicher Zweikampfsport- und Selbstverteidigungßysteme vereint bzw. weiterentwickelt hat. Ju-Jutsu ist ein sich ständig anpaßendes System, das sich den aktuellen Gegebenheiten der Gewaltprävention, SV und des Zweikampfes öffnet und diese annimmt.

Ju-Jutsu: Name und Bedeutung

Ju (jap): sanft, flexibel, geschmeidig, weich, nachgiebig

Unter diesem Begriff versteht man jedoch keineswegs Schwäche, sondern vielmehr Flexibilität des Körpers und des Geistes: "wei sich der Bambus unter der Schneelast biegt, ohne zu brechen". Das Konzept des "Ju" beinhaltet auch Kraft und Schnelligkeit.

Jutsu (jap): Kunst, Technik (handwerkliches Können) (nach: Lind, Werner "Das Lexikon der Kampfkunst")

Ju-Jutsu = die flexible Kunst:
Die "Kunst durch Flexibilität, Vielseitigkeit, Anpaßungsfähigkeit zu siegen" ist die Kampfkunst (auch Sport), die den Ausübenden in die Lage versetzen soll, auf die unterschiedlichsten Situationen angemeßen und richtig zu reagieren. Dies wird erreicht, in dem der JJ-ka vielseitig ausgebildet wird und entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten ein Handlungsrepertoire erlernt. dies gilt insbesondere für Gewalt- und Konfliktsituationen, kann aber auch auf viele Lebensbereiche übertragen werden.

Darin drückt sich aus, daß wir für jeden Angriff die paßende Abwehr haben, von Körpersprache und "sanftem Zwang" bis zur effektiven Verteidigung mit der gebotenen Härte in einer eskalierenden Gewaltsituation. Dies eröffnet dem Anwender stets die Möglichkeit, sich im Rahmen der gesetzlich geforderten Verhältnismäßigkeit zu bewegen. die Härte der Verteidigung muß dem Angriff angemeßen sein, so da&szli g; kein Mißverhältnis auftritt.

Das Prinzip des Karate:

Schläge, Stöße und Tritte sind zugleich mit Kraft und Dynamik einzusetzen. Arme und Beine als Angriffswaffen erfahren größtmögliche Beschleunigung und zielen auf einen möglichst kleinen Angriffspunkt um die Kraft zu konzentrieren. Vor einem Gegenangriff ist auch hier das Prinzip des Nachgebens anzuwenden, dem Angriff des Gegners geschmeidig auszuweichen, um seine Kraft ins Leere zu leiten.

Das Prinzip des Aikido:

Der Angreifer wird in eine Dreh- und Kreisbewegung des Verteidigers geleitet, um so sein Gleichgewicht zu brechen und die Angriffsenergie gegen ihn selbst zu lenken. Es fügen sich Wurf- und Hebeltechniken an, mit denen der Angreifer erst zu Fall gebracht und anschließend unter Kontrolle gehalten wird.

Das Prinzip des Judo:

Im Judosport, bei dem sich die Kontrahenten an den Jacken greifen, wird versu cht, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit er seine "Mitte" verlier t und anschließend mit einer Wurftechnik zu Fall gebracht werden kann.


Quelle: Ju-Jutsu 1x1 (Fachbuch des DJJV)